Rhododendron richtig pflanzen und pflegen


Allgemeines

Rhododendron sind in der Regel widerstandsfähige und starke Pflanzen unter den richtigen Grundvoraussetzungen. So sollten Sie sowohl auf die richtige Bodenbeschaffenheit, als auch auf den richtigen Standort achten. Zudem möchten wir Ihnen im Folgenden einige Tipps zur Pflege geben, damit Sie lange Freude an Ihren Rhododendron haben. Rhododendron sind Flachwurzler mit einem sehr feinen Wurzelwerk und bevorzugen luftige Böden.

Die Vorfahren der heutzutage überwiegend angebotenen Rhododendron Arten stammen aus bergigen Regionen und waren dort sowohl in lichten Wäldern als auch an Berghängen beheimatet. Der Boden dort ist locker, humusreich und kalkarm, sowie relativ gleichmäßig feucht.

 

Natürlich hat man diese optimalen Bedingungen üblicherweise nicht im heimischen Garten. Daher sollte man je nach Bodenbeschaffenheit etwas Vorarbeit leisten vor dem Pflanzen, damit Ihre Rhododendron optimal gedeihen.

Standortwahl

Rhododendron Hybriden stehen bevorzugt in lichtem Schatten, z.B. von Kiefern oder Eichen, um nicht der vollen Kraft der Mittagssonne ausgesetzt zu sein. Vollschatten wiederum sollte vermieden werden, da Rhododendron sonst dazu neigen weniger blickdicht und buschig zu wachsen, sowie weniger Blütenknospen zu bilden.

Bei ausreichend feuchtem Boden können Rhododendron auch an einen sonnigen Standort gepflanzt werden. Besonders geeignet sind hier die yakushimanum Arten, welche Ihre frischen Austriebe mit einem pelzartigen Überzug schützen. Sommergrüne (laubabwerfende) Azaleen haben überhaupt kein Problem mit sonnigen Standorten und begeistern durch ihre besonders kräftigen Blütenfarben.


Pflanzabstand

Unter den verschiedenen Rhododendronarten gibt es sowohl schnell wachsende als auch langsam wachsende Arten, zudem variiert die Endhöhe und der Durchmesser. Das sollte man schon beim Pflanzen berücksichtigen.

Zwergazaleen und Zwergrhododendron sollten mit um die 50 cm Pflanzabstand auskommen, laubabwerfende Azaleen und yakushimanum Sorten sollte man 80-100 cm gönnen, bei wüchsigen Rhododendron Hybriden dürfen es auch gerne 150 cm oder mehr sein. Der Boden zwischen den Pflanzen kann mit Rindenmulch abgestreut werden oder mit flachen Bodendeckern bepflanzt werden um den Bereich unkrautfrei zu halten. Die Bodendecker werden dann nach und nach von den heranwachsenden Pflanzen verdrängt.


Bodenvorbereitung

Generell bevorzugen Rhododendron lockeren, humusreichen Boden. Je nach Boden in Ihrem Garten, ist unterschiedlich viel Vorarbeit zu empfehlen.


Bei kalkarmen, sandigem Boden oder schwarzer Erde sollte der Durchmesser des Erdlochs mindestens doppelt so groß sein wie der des Wurzelballen. Das Pflanzloch sollte anschießen mit Torf oder im Zweifelsfall Rhododendronerde aus dem Baumarkt befüllt werden. Man kann bei gutem Boden auch die ausgehobene Erde 1 zu 1 mit dem Torf mischen.

Bei Lehmböden oder kalkhaltigen Böden empfiehlt es sich, das Pflanzloch mindestens 50 cm tief zu graben, sowie einen Durchmesser von 150 cm um den Wurzelballen einzuhalten. Hier sollte nur mit Torf oder Rhododendronerde aufgefüllt werden. Auf das Mischen mit dem ausgehobenen Boden sollte verzichtet werden. Bei Lehmböden sollten Sie zusätzlich noch etwas tiefer graben und eine mindesten 10 cm dicke Schicht groben Bausand als Drainageschicht einfüllen, bevor Sie den Torf in das Pflanzloch geben.

Pflanzung

Die beste Zeit zum Pflanzen ist der Zeitraum September bis November. In dieser Zeit bekommen die Pflanzen meist genug Wasser von oben und es ist noch warm genug zur Bildung von Wurzeln, was ein Anwachsen begünstigt. Zudem haben die Pflanzen im nächsten Frühjahr einen guten Start und sind weniger anfällig. Auch geeignet zum Pflanzen sind die Monate März und April. Neben der Bodenvorbereitung ist zu beachten, dass Sie die Rhododendron nicht zu tief einpflanzen sollten. Wird der Wurzelballen zu tief eingegraben, stribt dieser ab. Die Oberseite des Wurzelballen sollte eine Linie mit dem Ihn umgebenen Erdreich bilden. Um auf Nummer sicher zu gehen, darf der Ballen auch einfach 1-2 cm aus dem Erdreich herausstehen. Nach dem Pflanzen sollte die Erde leicht angetreten werden, aber nicht zu fest. Nachdem die Rhododendron ordentlich angegossen wurde kann Sie mit Rindenmulch oder Pinienrinde abgestreut werden (2-5 cm max.) um ein zu schnelles Austrocknen der Erde zu verhindern.

Pflege

Im Frühjahr und Sommer sollte jeweils 1 Mal gedüngt werden. Rhododendron Dünger oder Hornspähne sind empfehlenswert. Eine gut ernährte Pflanze ist bedeutend resistenter gegen Krankheit und Schädlinge.

Nach der Pflanzung und während des Frühjahrs und Sommers ist es notwendig die Pflanzen zu wässern, allerdings nicht übermäßig. Rhododendron mögen leicht feuchten Boden, vertragen es aber nicht dauerhaft im Wasser zu stehen. Wichtig ist auch darauf zu achten, dass man Staunässe vermeidet - Sprich, der Boden sollte wie oben beschrieben locker und wasserdurchlässig sein.

Da Rhododendron flachwurzelnd sind, sollte unter den Pflanzen keine große Bodenbearbeitung stattfinden um Wurzelschäden zu vermeiden.

Nach der Blüte sollte man für einen optimalen Wuchs die alten Blütenstände herausbrechen. So spart die Pflanze Energie, was Ihr vor allem in den ersten Jahren nach der Pflanzung zugute kommt. Außerdem begünstigt das Herausbrechen einen buschigeren Wuchs mit mehr Trieben, sowie einen insgesamt schöneren Wuchs.

Umpflanzen

Meistens pflanzt man ja im 1. Anlauf gerne mal zu eng, oder man möchte einfach mal wieder den Garten umgestalten. Das Umpflanzen von Rhododendron ist auch bei größeren Pflanzen im Regelfall kein Problem. Auch hierbei sollten Sie die vorangegangen Anweisungen berücksichtigen, vor allem die Pflanzzeiten. Am besten arbeitet man bei relativ trockenem Boden, da das Gewicht der Pflanze mit trockenem Ballen deutlich geringer ist. Der Ballen sollte großzügig ausgestochen werden und anschließen mit dem Spaten rausgehebelt werden. Die Pflanzvorbereitung sollte dann wie oben beschrieben durchgeführt werden. Nach dem Umpflanzen empfiehlt sich ein leichter Rückschnitt.